Wie funktioniert eine Körperfettwaage?

Eine Körperfettwaage ist im Gegensatz zur klassischen Körperwaage nicht nur in der Lage das Körpergewicht zu messen, sondern auch die prozentuale Verteilung des Körperfetts anzuzeigen.

  • Die Körperfettwaage nutzt die sogenannte Bioimpedanzmessung. Dabei wird mit der Hilfe von nicht spürbaren Stromstößen der Widerstand gemessen und dadurch der Körperfettanteil berechnet.
  • Körperfettwaagen zeigen nicht nur das Gewicht und das Körperfett an, sondern auch andere Werte, die jedoch auf der Basis von klinischen Studien und Formeln berechnet werden.
  • Die Genauigkeit der Messwerte ergibt sich aus der Anzahl der Messelektroden. Hochwertige Geräte sind zusätzlich mit Messelektroden an der Hand ausgestattet.

Eine Körperfettwaage nutzt die sogenannte Bioimpedanzmessung, bei der ein nicht spürbarer Stromstoß durch den Körper geleitet wird. Mit der Hilfe von Sensoren wird dabei der Widerstand gemessen und dadurch der Körperfettanteil errechnet.

Angezweifelt werden muss jedoch die Genauigkeit des Wertes, da sich der Strom den kürzesten Weg durch den Körper sucht und somit nur der Fettwert der Beine gemessen wird. Zudem können eine Vielzahl an Faktoren, wie beispielsweise der Wasserhaushalt, das Messergebnis beeinflussen. Eine Abweichung von bis zu 30% ist durchaus realistisch.

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Was zeigt eine Körperfettwaage an?

Die meisten Körperfettwaagen zeigen heutzutage nicht nur das Verhältnis von Muskeln, Wasser und Fett, sondern auch andere Werte wie subkutanes Fett, Viszeralfett, Skelettmuskel, Knochenmasse, Protein, Grundumsatz und das biologisches Alter an. Zu erwähnen ist jedoch, dass nicht alle diese Werte wirklich gemessen, sondern auf der Basis von klinischen Studien und Formeln verschiedener Experten berechnet werden.

WertBeschreibung
GewichtDas Gewicht bezeichnet die physikalische Masse eines Menschen und ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit.
Body Mass Index (BMI)Der Body Mass index ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße.
Fettfreies KörpergewichtFettfreies Körpergewicht ist das Körpergewicht abzüglich der Masse des Körperfetts. Es errechnet sich aus der Dichte der Muskeln, Knochen, Bindegewebe, Blut, inneren Organe und weiteren Werten.
Subkutanes FettDas Subkutane Fett bezeichnet das unter der Haut eingelagerte Fett.
ViszeralfettDas Viszeralfett ist eine Art des Körperfetts, das sich um den inneren Organen befindet und hauptsächlich in der Bauchöle liegt. Es lässt sich nur anhand von bildgebenden Verfahren wie zum Beispiel bei einer Magnetresonanztomographie bestimmen.
KörperwasserDer Körperwasseranteil ist der gesamte prozentuale Anteil von Flüssigkeit im Körper. Das Gesamtkörperwasser setzt sich aus intra- und extrazellulärer Flüssigkeit zusammen.
SkelettmuskelAls Skelettmuskel werden diejenigen Muskeln bezeichnet, die vor allem für die willkürlichen, aktiven Körperbewegungen zuständig sind. Dazu gehören beispielsweise die Bewegung von Armen und Beinen.
MuskelmasseDie Muskelmasse gibt das Gewicht der Muskeln im Körper an. Sie besteht aus 3 Arten von Muskeln: Die Skelettmuskeln, die glatte Muskulatur, und dem dem Herzmuskel.
KnochenmasseDie Knochenmasse zeigt das Gewicht des Knochenmineralanteils im Körper an.
ProteinProteine sind Baustoffe für verschiedene Zellen und Gewebe des menschlichen Körpers, wie beispielsweise für Muskeln und Organe. Der menschliche Körper besteht aus Knochenmineral, Wasser, Protein und Fett.
GrundumsatzDer Grundumsatz ist die Energiemenge in Kalorien, die der Körper im Ruhezustand benötigt.
Biologisches AlterDas biologische Alter wird stark von unserem Lebensstil und Erbgut beeinflusst. Es ist ein ausgezeichneter Indikator für den allgemeinen Gesundheitszustand eines Menschen.

Einfache Körperfettwaage vs. teures Modell

Egal ob du dich für eine einfache Körperfettwaage um die 30 – 40 € entscheidest oder ein teures Modell für bis zu 100 € kaufst. Beide Waagen nutzen die sogenannte Bioimpedanzmessung. Der Unterschied liegt jedoch in der Anzahl der Messelektroden.

Bei einfachen Körperfettwaagen befinden sich die Messelektroden nur in der Waage und kommen daher lediglich mit den Füßen in Berührung. Der Strom fließt somit nur durch die Beine bis in die Leistenregion. Das Fett, das sich oberhalb der Beine befindet, wie zum Beispiel das Bauchfett, kann daher gar nicht gemessen werden. Auch die Stiftung Warentest hat dies bereits in mehreren Tests bemängelt.

Exakte Angaben erhält man nur von Körperfettwaagen, die mit mehreren Messelektroden ausgestattet sind. Befinden sich Sensoren an den Füßen und an den Händen, wird das Fett an den Beinen, aber auch am Oberkörper erfasst. Jedoch kann es auch hierbei ungenaue Messwerte geben.